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Inspirationen für ein gesundes Leben

Zusammenarbeit in der Heilpraxis

Zusammenarbeiten
Wir formen unser Selbst,
um in die Welt zu passen
und werden von der Welt
wiederum geformt.
Das Sichtbare
und das Unsichtbare
arbeiten zusammen
für eine gemeinsame Sache,
um das Wunderbare
hervorzubringen.
Ich stelle mir vor, wie
die ungreifbare Luft,
die schnell um einen
geformten Flügel fließt,
mühelos
unser Gewicht trägt.
So mögen wir in diesem Leben
jenen Elementen
vertrauen,
die wir noch sehen
oder uns vorstellen lernen müssen,
und die wahre Gestalt
unseres Selbst suchen,
indem wir es genau formen
nach dem großen
Ungreifbaren, das uns umgibt.

David Whyte


bericht

Das „Miteinander“ von Heilpraktiker und Patient

Heilpraktikerin Schönberg berichtet:

„Den Weg in meine Praxis finden in der Regel Menschen über Empfehlung von Freunden, Bekannten oder Kollegen, bei denen die übliche schulmedizinische Schmerzversorgung nicht zur gewünschten Linderung geführt hat und die nun andere „alternative“ Wege gehen wollen.

Der Wunsch nach Heilung, die oft gleichgesetzt wird mit Symptomfreiheit, ist in uns allen so groß, dass es verständlich ist, wenn dieser Wunsch mitunter unbewusst mit der Sehnsucht verbunden ist, diese Heilung möge „von außen“ kommen und möglichst rasch – quasi „auf Knopfdruck“ erfolgen.

Ich als Therapeutin befinde mich immer wieder in diesem Spannungsfeld: Dem starken inneren Wunsch möglichst rasch zur Linderung beitragen zu können und der simplen Wahrheit, dass ich Heilung nicht bewirken kann, sondern ich nur im Rahmen meiner Fertigkeiten etwas dazu beitragen kann, dass diese ermöglicht wird.

Die Seite des Heilpraktikers: Zuhören und antworten

Aus dem englischen Wort für Verantwortung (responsibility) abgeleitet, beschreibt für mich verantwortliches Handeln die Fähigkeit (ability), auf das was der Patient mitbringt, sinnvoll zu antworten (to respond). Dies setzt voraus, zuzuhören, was er/sie berichtet über das Leiden, den persönlichen und beruflichen Zusammenhang in dem er/sie sich bewegt und vor allem auch den Informationen, die der Körper selbst gibt „zu lauschen“ und diese für den Patienten erfahrbar, verwertbar zu machen.

Dazu gehört auch auf krank machende Umstände (z.B. ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, falsche Körperhaltung, übermäßige Stressbelastung im Beruf oder im Privaten) aufmerksam zu machen. Heilung besteht für mich jedoch nicht darin, den Körper in die Lage zu versetzen, diese Umstände zu tolerieren. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Machbarkeitsgrenzen aufzuzeigen und mit dem jeweiligen Patienten gemeinsam realistisch erreichbare Ziele auszuhandeln.

Die Seite des Patienten: kleine Schritte machen

Die Eigen-Verantwortung, des Patienten besteht für mich darin, sich diesen Fragen zu stellen:
  • Was ist für mich Gesundheit?
  • Was bin ich bereit beizutragen zu meiner eigenen Heilung/Gesundheit?
  • Bin ich bereit Zeit (Geduld) und Geld zu investieren für meine Heilung/Gesundheit?
  • Was bin ich bereit  in meinem Leben zu verändern für meine Heilung/Gesundheit?
  • Kann ich andere als die bisher bekannten Ursachen für meine Erkrankung in Erwägung ziehen und mich auf unbekannte Lösungsstrategien einlassen?
  • Bin ich bereit die Verantwortung zu übernehmen für die Entscheidung, die ich treffe, angesichts der aufgedeckten Faktoren, die zu meiner Erkrankung beigetragen haben?“
Ähnlich des Gedichts von David Whyte ist das Miteinander von Patient und Heilpraktiker ein Ineinandergreifen von sichtbaren und unsichtbaren Elementen.“

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